Drache & Hase Entertainment
 

ist ein Projekt von move e. V. und setzt mit seinen Kurz-Videos auf Information und Bildung. Der Drache und der Hase stellen Fragen rund um die Prostitution und erklären jeweils  Einzelaspekte. Dabei sollen Klischees aufgebrochen und insbesondere den derzeit stattfindenden Hetzkampagnen gegen SexarbeiterInnen, BordellbetreiberInnen und Kunden Realitätssinn, Argumente und vor allem Sachverstand der Betroffenen, die die wahren ExpertInnen sind, entgegengesetzt werden.
Es ist geplant, Sie im Abstand von ca. jeweils 1 Woche (beginnend in der 7. KW) mit einem neuen Video-Clip zu erfreuen!

17. Bestandsschutz für bestehende Bordelle - https://youtu.be/vbeTvbhKgeI

16. Ein kleines Wohnungsbordell - https://youtu.be/Pd4KA8Bc-ks

15. Da ist der Fuchs! - https://youtu.be/rvvPVLUYKwc

14. Keine Registrierung von SexarbeiterInnen - #prosexarbeit - https://www.youtube.com/watch?v=B_GpnrzNFEU

13. Aufruf zur Teilnahme an der Demo zum Internationalen Frauen*Kampftag 06. 03. 2016 - https://youtu.be/o4WWdDiCvxM

12. Leven un leben lossen - Besuch in Köln - https://youtu.be/8_ZqOcNYsHQ

11. Stichplätze - https://youtu.be/XXzxUQp3qoY

10. Der Straßenstrich - https://youtu.be/XDK154ih4pg

9. Neue Gesetze ... - https://youtu.be/HY_tI8DnKGs

8. Die Prostitutionsarbeitsplätze - https://youtu.be/Wt9te4s2rmA

7. Der Kunde - ein Wesen vom anderen Stern? - https://youtu.be/1ej50OCzq_w

6. Vielfalt der sexuellen Dienstleistungen - https://youtu.be/E200tICaJS0

5. Prostituierte - Hure - Sexarbeiterin: eine Begriffserklärung - http://youtu.be/ISQd-47-Pl4 -

4. Internationaler Frauenkampftag 2015: Keine Registrierung von SexarbeiterInnen - http://youtu.be/ECfk39QjQ8Q -

3. Jede Sexarbeiterin hat ihre eigene Geschichte -  http://youtu.be/5yyaS9HwF14 -

2. Wir müssen reden. -         http://youtu.be/pH2fglU_aPw 

1. Wo ist der Hase? -           http://youtu.be/v-3ZugvbIx8

 

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F A C H T A G U N G

"Trübe Sehnsüchte oder verwirklichte Rechte? - Sexualität in Einrichtungen"

11. 10. 2013

in Berlin/Rotes Rathaus

Menschen, die in Einrichtungen leben müssen, fordern immer deutlicher ihr Recht auf Sexualität und Beziehung ein. Doch häufig fehlt es den Trägern an sexualpädagogischen Konzepten, erst recht an Möglichkeiten der Umsetzung in die Praxis.
Die Fachtagung will das Thema von unterschiedlichen Disziplinen aus beleuchten und Handlungsansätze vorstellen. Im Mittelpunkt stehen Erfahrungen aus der Arbeit, die diskutiert werden sollen:

- Kann schwerstbehinderten oder dementen Menschen in ihrer sexuellen Not geholfen werden? Gibt es gar die Pflicht zur Hilfe?
- Welche Rolle spielen Angehörige und gesetzliche Betreuer? Wo liegen ihre Grenzen und die der Einrichtung?
- Wie geht man mit Missbrauch um?

Veranstalter ist move e. V., Verein zur Bildung und Kommunikation in der Sexarbeit. Die Tagung organisieren Dr. Martin Theben, Rechtsanwalt, Matthias Vernaldi, Sexualberater und Stephanie Klee, Sozialarbeiterin und Mediatorin, die im Rahmen ihrer Tätigkeiten über Jahre vielfältige Erfahrungen auf diesem Themengebiet sammeln konnten.

 

                                                 Konzessionen für Bordelle

Ein Ergebnis der Evaluation des Prostitutionsgesetzes war der erklärte Wille der Bundesregierung, deutschlandweit Konzessionen für bordellartige Betriebe rechtlich möglich zu machen. Konzessionen bedeuten einerseits das Erfüllen von gesetzlichen Verpflichtungen und ggf. von Auflagen, auf der anderen Seite RECHTSSICHERHEIT. Um dieses Ziel zu erreichen, was in unserem föderalen Staat kein leichtes Unterfangen ist - neben den vielfältigen moralischen Bedenken -, hielt das  Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend mehrere Workshops ab. Das Ziel, Regelungen für Konzessionen zu schaffen, wurde nicht erreicht; aber ein Reader gönnt uns "Aussenstehenden" zumindest eine umfangreiche Lektüre. Daneben wird ein klares Bild der kontroversen Strömungen in diesem Land aufgezeigt und auch manches wichtige Argument geliefert und Erfahrungen aus anderen Städten skizziert, was bei einer Auseinandersetzung mit Behörden helfen könnte.

"Regulierung von Prostitution und Prostitutionsstätten - ein gangbarer Weg zur Verbesserung der Situation der Prostituierten und zur nachhaltigen Bekämpfung des Menschenhandels? Möglichkeiten und Grenzen des Gewerberechts; Schnittstellen zwischen Gewerberecht- und Polizeirecht"

Die Online-Fassung ist zu finden unter dem Link http://www.bmfsfj.de/bmfsfj/generator/BMFSFJ/Service/Publikationen/publikationsliste,did=125706.html .

Der Reader kann auch als gebundene Broschüre kostenlos bestellt werden beim Publikationsversand der Bundesregierung.
 

* * * * *

 

                                                                      

 

                                                              Pressemitteilung vom 29. Juni 2009:

 

 

HURRA – das Urteil ist rechtskräftig!

 

 

Das positive Urteil des Verwaltungsgerichts Berlin vom 05. 05. 2009 (Urteil der 19. Kammer – VG 19 A 91.07) ist rechtskräftig! „Salon Prestige darf weiter betrieben werden.“ Die Frist zur Einlegung der Berufung ist abgelaufen. Außerdem wurde zuvor auf politischer Ebene im Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf die Entscheidung getroffen, das Urteil zu akzeptieren.

 

Damit folgte die Politik dem Gericht und erkannte die Realitäten an: prostitutive Einrichtungen sind so verschieden, dass man sie nicht per se über einen Kamm scheren kann und erst recht wird ihnen keine Typisierung, wie sie im Baurecht für andere Gewerbe üblich sind, gerecht.

 

Das Gericht hatte sich in einem aufwendigen Gerichtsverfahren erstmals mit den örtlichen Begebenheiten, aber auch mit den Geschäftsstrukturen und den Arbeitsbedingungen auseinandergesetzt. Zudem hatten alle angehörten Experten bestätigt, dass der Salon Prestige ruhig und diskret, fast unauffällig geführt wird und mit keinerlei Störungen in Verbindung gebracht werden kann.

 

Damit waren alle (klischeehaften) Vorwürfe des Bauamtes widerlegt worden, dass sich zudem immer nur auf Gerichtsurteile, hauptsächlich auf die von Eilverfahren bezogen hatte. Die Baugesetze, besonders das Bauplanungsrecht und die Baunutzungsverordnung nennen dagegen Prostitution und Bordelle mit keinem Wort und enthalten auch keinerlei Regelungen für diese Branche. Auch ist ihnen grundsätzlich eine sozialethische Bewertung fremd.

 

Das umfangreiche und herausragende Urteil dürfte danach sowohl Signalwirkung für alle anderen anhängigen Verfahren haben, als auch für die Politik und Verwaltung Anlass sein, nun endlich klare Regelungen und Rechtssicherheit – nach einer Einzelfallprüfung - zu schaffen und das Prostitutionsgesetz weiter umzusetzen.

 

Nach dem Aufsehen erregenden Prozess in Sachen Cafe Pssst! (im Jahre 2001) im Bereich des Gewerberechtes hat damit erneut das Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf für Furore und für einen Paradigmenwechsel, nun im Baurecht, gesorgt.

 

 

Das lesenswerte Urteil zum downloaden: hier.

 

 

*****

 

 

H E R Z L I C H E N  G L Ü C K W U N S C H

 

an Maxi, den Salon Prestige und alle UnterstützerInnen/MitkämpferInnen

 

 

 

Was lange währt,…

- Erfolg für Berliner Wohnungsbordelle -

 

Politik und Verwaltung haben sich lange gesperrt: sie wollten keine Entscheidung treffen, die den Wirklichkeiten und den Zielvorgaben des Prostitutionsgesetzes entsprachen. Jetzt hat das Berliner Verwaltungsgericht in einem ersten Hauptsacheverfahren entschieden und mit Urteil vom 05. 05. 2009 für Recht erkannt: „“Salon Prestige“ darf weiter betrieben werden.“ (Urteil der 19. Kammer - VG 19 A 91.07) Damit wurde nach einem jahrelangen politischen Streit  ein entscheidender Sieg – über den Einzelfall hinaus - für die gesamte Prostitutionsbranche in Deutschland und speziell in Berlin erzielt. Das bemerkenswerte Urteil hat Signalwirkung für ähnlich geartete Fälle und wird von historischer Bedeutung sein wie seinerzeit der Fall des Unsittlichkeitsdogmas im Gewerberecht (Fall Felicitas Weigmann/Cafe Pssst!).

 

Nach einem Ortstermin und einer umfangreichen Beweisaufnahme war das Gericht zu der Überzeugung gelangt, dass es sich bei dem Salon Prestige um eine „prostitutiven Einrichtung“ handelt, bzw. um einen nicht in rechtlich relevanter Weise störenden und daher bauplanungsrechtlich ausnahmsweise zulässigen Gewerbebetrieb in einem Mischgebiet.

 

Damit war das Gericht zu dem gleichen Ergebnis gekommen wie unzählige PolitikerInnen und Beamte zuvor nach unzähligen Gesprächen und „Bordellbesichtigungen“: bordellartige Betriebe in Wohnhäusern zeichnen sich i. d. R. durch ein besonderes Betriebskonzept aus, das geprägt ist von Ruhe, Diskretion und Anonymität. Mehr ist nicht!

 

Dies bestätigten auch die sachverständigen Zeugen vor Gericht:

 

Insgesamt setzte sich das Verwaltungsgericht erstmals und ausführlich mit so ziemlich allen Aspekten der Prostitution auseinander und kam, neben einer neuen Wortschöpfung, der „prostitutiven Einrichtung“ als Oberbegriff, u. a. zu dem Ergebnis, dass die verschiedenen bordellartigen Betriebe so verschieden sind und z. T. nicht miteinander verglichen werden können, dass eine typisierende Betrachtung, wie sie im Baurecht die Regel ist, bei der bauplanungsrechtlichen Bewertung von Bordellen ausscheidet. Außerdem unterstrichen sie, dass sich eine sozialethische Betrachtung bei der bauplanungsrechtlichen Beurteilung von Bordellen grundsätzlich verbietet und bestätigten damit ausdrücklich die unmoralische Intention des Baurechts - erst recht bei einem "nicht feststellbaren Störpotentials".

 

Im Fall des „Salon Prestige“ wurde auf jeden Fall gerichtlich bestätigt, dass keinerlei Störungen vorliegen und auch in der Zukunft nicht zu erwarten sind. Dieses Bordell darf also weiter betrieben werden und das Bauamt muss ihm eine Nutzungsgenehmigung erteilen.

 

Natürlich stellt sich jetzt die Frage nach der Fortsetzung:

 

Doch wir feiern erst mal und gratulieren der mutigen und zielstrebigen Betreiberin, ihrer Anwältin Margarete von Galen und allen UnterstützerInnen.

 

Pressemitteilung des Verwaltungsgerichts: hier

 

* * * * *

 

 

 

 

 05. 05. 2009, 11.00 Uhr

Öffentliche Verhandlung: Verwaltungsgericht Berlin, Kirchstr. 7, Berlin-Moabit

Saal 304, 4. Etage

 

Es findet das erste Hauptsacheverfahren

zur Bewertung von bordellartigen Betrieben (speziell den so genannten Berliner „Wohnungsbordellen“)

nach dem Baurecht statt.

 

Endlich wird in Berlin über die Frage der Bewertung von bordellartigen Betrieben und besonders den so genannten "Berliner Wohnungsbordellen" in einem Hauptsacheverfahren vor dem Verwaltungsgericht verhandelt. Dabei spielen die immer wieder erklärten Behauptungen der "milieubedingten Begleiterscheinungen" und der "Störungen des Wohnumfeldes" eine Rolle und müssen in einem Einzelfall bewiesen werden bzw. gilt es umgekehrt die Seriosität, Ruhe, Anonymität und Fügung dieses Prostitutionssegmentes im Wohnumfeld zu belegen.
In dem nun schon seit Jahren währenden Streit zwischen den bordellartigen Betrieben und den Behörden, mit vielfältigen Interventionen der Politik, soll nun die Judikative die Lösung finden.

 

* * * * * * *

 

Als im Jahre 2006 die ersten „Wohnungsbordelle“ in Berlin vom Bauamt wie aus heiterem Himmel so genannte Nutzungsuntersagungen erhielten, glaubten sie zunächst an einen Scherz. Denn z. T. bestanden sie schon seit mehreren Jahren – eins über 20 Jahre; alle waren ordnungsgemäß beim Gewerbeamt angemeldet unter der damals (lange vor dem ProstG) üblichen und vom Amt vorgegebenen Bezeichnung „Gewerbliche Zimmervermietung“.

 

Das Bauamt hatte sich in all den Jahren nie gekümmert. Jetzt unterstellten sie plötzlich u. a. „milieubedingte Begleiterscheinungen“, „Störung der Umgebung“ und „Unvereinbarkeit mit dem Begriff des Wohnens“. Allerdings legten sie dafür keine Beweise vor, sondern verwiesen auf Gerichtsurteile, wo diese Vorwürfe angeblich für alle Bordelltypen festgestellt worden waren. Also für Bars, Massagestudios, Sexkinos, Wohnungsbordelle, etc.

 

Der Anlass für das Einschreiten des Bauamtes war zunächst ein dubioses, anonymes Schreiben, das ausschließlich mehrere websides von Bordellen aufzählte.

 

Da die obigen Vorwürfe nicht bei den ersten angeschriebenen Wohnungsbordellen zutrafen, glaubten diese sich auf der sicheren Seite. Sie arbeiteten, entsprechend dem Kriterium der Berliner Wohnungsbordelle, ruhig, unauffällig, ohne blinkende Leuchtreklame, ohne Musik oder Alkoholausschank, diskret in Wohnhäusern und pflegten ein gutes nachbarschaftliches Verhältnis. Doch das Bauamt beachtete die Einwände der BordellbetreiberInnen nicht. Sie wollten sich nicht mit dem Einzelfall befassen, sondern pochten auf die im Baurecht für andere Gewerbe übliche „typisierende Betrachtung“. Dabei ließen sie völlig unberücksichtigt, dass das Baurecht, speziell die Baunutzungsverordnung Prostitution und bordellartige Betriebe mit keinem Wort nennt und dass eine Unterscheidung zwischen den einzelnen Bordell-Typen noch entwickelt werden müsste.

 

Gleichzeitig gingen die Bauämter rigoros gegen die Wohnungsbordelle vor indem sie die Nutzungsuntersagungen bestückten mit der „Anordnung der sofortigen Vollziehung“. Diese leitet ggf. ein weiteres Gerichtsverfahren ein, das so genannte EILVERFAHREN, wo die Gerichte ebenfalls nicht den Einzelfall prüfen, sondern schnell und typisierend entscheiden.

 

So jagte ein Gerichtsverfahren das andere und alle endeten schnell in der letzen Instanz. Mutige machten sich auch auf zum Berliner Verfassungsgericht.

 

Die Absurdität der Situation, die Realitätsferne mancher Behörden und die befürchteten Konsequenzen für die gesamte Berliner Prostitutionslandschaft rief den BSD und BordellbetreiberInnen auf den Plan:

Fragen über Fragen, die im Laufe der letzten aktiven drei Jahre von niemandem beantwortet wurden.

 

Doch die Aktiven im BSD waren wild entschlossen, sich den Behörden und der Politik zu öffnen, bisher nicht gekannte Transparenz zu gewähren, den Dialog auf allen Ebenen zu führen, um

Wenn das ProstG die Rechte der Prostituierten stärken sollte, so muss auf der unterste, der kommunalen Ebene sichergestellt werden, dass es auch ORTE gibt, wo sie diese Rechte eingeräumt bekommen. Fallen die ORTE weg, ist es auch mit den Rechten nicht weit her.

 

In den letzten drei Jahren kam es zu intensiven Gesprächen mit Ausschussmitgliedern und den Mitgliedern der Bezirksverordnetenversammlungen (BVV) und den entsprechenden Fraktionen. In den BVV`s wurden Beschlüsse verabschiedet für den Erhalt der Wohnungsbordelle, die Einführung einer Rechtssicherheit und doch reagierten die Bauämter nicht entsprechend. Ähnlich verhielt es sich mit dem Berliner Abgeordnetenhaus: die Mehrheit war für eine andere Behandlung der Wohnungsbordelle – doch die Minderheit mauerte einfach.

Auch RUNDE TISCHE wurden ins Leben gerufen und verbrachten viel Zeit und Mühe und blieben doch ohne Ergebnis.

Durch Besuche bei Stadträten des Bauamtes, der Wirtschaft, der Gesundheit, bei Frauenbeauftragten und BürgermeisterInnen konnten einige als aktive UnterstützerInnen gewonnen werden. So traten Herr Schulte (SPD), Wirtschaftsstadtrat und Frau Schmiedhofer (B`90/die Grünen), Gesundheitsstadträtin von Charlottenburg-Wilmersdorf in einer Pressekonferenz für ein anderes Umgehen mit bordellartigen Betrieben ein und für die Einführung von Mindeststandards im Gewerberecht begleitend mit Konzessionen.

Ebenso kam es zu einer Podiumsdiskussion bei ver.di, wo u. a. die Polizei, PolitikerInnen des Berliner Abgeordnetenhauses und der Bürgermeister und Baustadtrat von Friedrichhain-Kreuzberg Herr Dr. Schulz (B`90/Die Grünen) sich ebenfalls für den Erhalt der Wohnungsbordelle engagierten.

Bordellbesichtigungen wurden organisiert und manch eine Politikerin (bis hoch in den Bundestag) setzte das erste Mal den Fuß in das „sündige Gewerbe“ und zeigte sich erstaunt und angetan über das freundliche, unspektakuläre Tagesgeschäft und das selbstbewußte Auftreten der Prostituierten.

 

Nun steht also das erste Hauptsacheverfahren zu einem Einzelfall, dem Salon Prestige in Charlottenburg-Wilmersdorf, in Berlin an. Das Verwaltungsgericht wird sich mit der Frage auseinandersetzen, welche Störung der Wohnruhe, z. B. durch so genannte milieubedingte Begleiterscheinungen besteht und dazu unterschiedliche Experten als Zeugen hören.

 

Wohlgemerkt:

Es erfolgt die Bewertung dieses Einzelfalles! Dieser Einzelfall hat jedoch mit allen anderen Wohnungsbordellen gemein, dass man ihn nicht sieht, wie schon eine Photoausstellung über ein unsichtbares Gewerbe „Ich sehe was, was Du nicht siehst …. und das ist ein Puff“ gezeigt hatte. Grundsätzlich sind die einzelnen Prostitutionsbetriebe so verschieden wie in kaum einer anderen Branche. Man kann auch nicht so ohne weiteres eine Würstchenbude mit einem Restaurant in einem 5-Sterne-Hotel vergleichen!

 

 


 

 

Ich sehe was, was du nicht siehst ... und das ist ein Puff.

Photoausstellung 21. März bis 3. April 2007


Die Pressekonferenz findet statt am

Mittwoch, den 21. März 2007, 12.00 Uhr

in den Räumen des BSD, Ahlbecker Straße 15, Berlin-Prenzlauer Berg.


Wir laden alle interessierten Medien zur Ausstellungseröffnung ein und berichten gleichzeitig über die aktuellen Probleme unserer Branche.

Download der Plakat-PDF-Datei.

 

 

Die Photoausstellung entstand analog zum Zusammenschluss mehrerer BordellbetreiberInnen, die sich gegen die Schließung ihrer unsichtbaren, seriösen, bordellartigen Betriebe durch die Bauämter juristisch, politisch und öffentlich wehren.

Die Photos zeigen zunächst Straßenschilder aus unterschiedlichen Berliner Bezirken und einigen anderen deutschen Städten; dann sind die Fronten von normalen Wohnhäusern zusehen, hinter denen sich die erotischen Geschäfte diskret und ruhig abspielen, sowie die Haustüren und Klingelanlagen. Wer sich vorher nicht intensiv erkundigt und recherchiert hat, weiß nicht, wo er läuten soll.

Dagegen gestellt werden Photos von anderen Gewerben, wie Supermärkte, Banken, Gaststätten, Kioske und Anwaltskanzleien, die alle öffentlicher, greller, leuchtender mit eigener Werbung auf sich aufmerksam machen.

Die Ausstellung unterstreicht bildlich die Feststellungen der BordellbetreiberInnen:

„Wir führen unsere Geschäfte diskret und ruhig und seriös und distanzieren uns von Lärm, Gewalt und Zwang – auch im Interesse der bei uns arbeitenden Frauen und aller Kunden. Die sog. „typisierende“ Betrachtung und die pauschalen Vorwürfe der Verwaltungsgerichte „milieubedingte Begleiterscheinungen“ und „Störung der Umgebung“ treffen bei uns nicht zu.“

  
Wissen Sie, hinter welchem Fenster sich ein bordellartiger Betrieb verbirgt?

Jedes andere Gewerbe ist auffälliger!

 


 

25. 03. 2009: Heute vor 7 Jahren - kurz nach dem Inkrafttreten des Prostitutionsgesetzes - wurde der Bundesverband Sexuelle Dienstleistungen e. V. gegründet. Nach wie vor ist er als Berufsverband der Prostitutionsbranche und als Zusammenschluss von SexarbeiterInnen und BordellbetreiberInnen wichtig und unverzichtbar. Entsprechend der Satzungsziele setzt er sich ein
 - für eine wirtschaftliche Verbesserung der jeweiligen Aktivitäten,
 - für die Beseitigung jeglicher gesetzlicher Behinderungen dieses Gewerbes,
 - für die Förderung des Ansehens von Prostitution und der Betriebe mit sexuellen Dienstleistungen in der Gesellschaft
   und die Vermittlung eines realistischen Bildes von Prostitution.

H E R Z L I C H E N   G L Ü C K W U N S C H   und viel Erfolg bei den kommenden Herausforderungen!
 

 

 

 

 

 

 

D I A L O G   im  L E Y D I C K E

  

- lesen – vortragen – wechselweise reden – diskutieren – streiten – ins Gespräch kommen –

 

 

„Verändern wir die Welt ….“

 

Stephanie Klee im Gespräch mit Juppy von der ufaFabrik

 

21. 12. 2008, 19.00 Uhr

Einlass: 18.00 Uhr

 

Ohne Juppy ist die ufaFabrik nicht denkbar: er hat das alte ufa-Gelände mit vielen anderen Gleichgesinnten 1979 „friedlich besetzt“ und anschließend aus dem zwar legendären, aber heruntergekommenen Gelände peu a peu ein Kultur-Imperium aufgebaut mit Kindercircus, Variete- und Theatersälen, Freilichtbühne, Bäckerei, Bio-Laden, Nachbarschafts- und Selbsthilfezentrum, dem Kinderbauernhof, einer Sambaschule, einem Heizblockkraftwerk, zwei Windrädern, einer Solaranlage und vielem, vielem mehr: DIE Oase in der Stadt.

Und obwohl Juppy gerade 60 Jahre alt geworden ist, denkt er noch lange nicht ans Abdanken. Er ist der Multikultur-Impresario der ufaFabrik; die Bühne ist seine Welt.

 

Beim 3. Termin im Rahmen der Veranstaltungsreiche „Dialog im Leydicke“ steht Juppy auf unserer Bühne und liest aus seinem Buch „Aus dem Leben eines Revoluzzers“. Im anschließenden Gespräch können wir u. a. auch der Frage nachgehen, inwieweit Parallelen zwischen Kunst und Prostitution bestehen.

 

Stephanie Klee arbeitet seit vielen Jahren im Bereich Prostitution und verfolgt gern einen künstlerischen Ansatz, um Prostituierte und die Branche aus einem anderen  Blickwinkel zu betrachten und neben den Schmuddelecken die positiven Aspekte hervorzuheben - für mehr Rechte von SexarbeiterInnen und einen realistischeren Dialog der BürgerInnen mit ihnen.

 

21. 12. 2008, Einlass: 18.00 Uhr, Beginn: 19.00 Uhr, freier Eintritt

Leydicke, Mansteinstr. 4 (U + S-Bahn Yorckstr.)

Einladung zum downloaden: hier

 

Bisherige Veranstaltungen:

19. 10. 2008: Die Ordnung der Geschlechter – eine Blütenlese - : Erotische Lesung mit Stephanie Klee (download)

16. 11. 2008: Sex & Crime: Krimi-Lesung mit Marcel Feige (download)

 


Foto-Wanderausstellung der Arbeitsgemeinschaft "Gesunder Kunde"

"Kondome unterwegs"

vom 17. 01. - 18. 04. 2008 in Berlin

Seit dem Welt-AIDS-Tag 2003 zieht die Arbeitsgemeinschaft "Gesunder Kunde" in unterschiedlich großen Formationen in auffälligen Kondom-Ganzkörperkostümen - wahren Hinguckern - über Straßenfeste, vorbei an Touristenattraktionen, nahm teil an Ausstellungen und Messen, tanzte beim legendären Karneval der Kulturen, lief mit beim CityLauf und war begeistert mit den Fans vor den Fußballspielen. Dabei verteilten wir Kondome und Postkarten mit den so genannten 10 Freier-Empfehlungen.

Während der FIFA-Fussball-Weltmeisterschaft 2006 waren wir natürlich Teil des deutschlandweiten Bündnisses im Rahmen der context-freiersein-Kampagne.

Die Ausstellung zeigte Fotos von den einzelnen Aktionen und gab weitere Informationen. Sie war zu sehen
- im Rathaus Charlottenburg, Otto-Suhr-Allee 100, 10585 Berlin,
- im Rathaus Wilmersdorf, Fehrbelliner Platz 4, 10707 Berlin,
- im Bundesverband Sexuelle Dienstleistungen, Ahlbecker Str. 15, 10437 Berlin,
- in der Agentur Liberty, Martin-Luther-Str. 14, 10777 Berlin,
- bei HYDRA e. V., Köpenicker Str. 187 - 188, 10997 Berlin,
- im Zentrum für sexuelle Gesundheit, Hohenzollerndamm 174, 10713 Berlin, wo auch am 18. 04. 2008 die Finissage stattfand, dem vorläufigen Ende der Wanderausstellung.

Impressionen von den einzelnen Ausstellungsorten:

Die Bezirksbürgermeisterin Frau Thiemen, die Sozialstadträtin Frau Schmiedhofer und der Wirtschaftsstadtrat Herr Schulte bei der Ausstellungseröffnung am 17. 01. 2008 - in froher Eintracht mit unserem Kondom.

               

Rathaus Charlottenburg

Rathaus Wilmersdorf

beim Bundesverband Sexuelle Dienstleistungen

im Superschicken Liebestempel "Liberty"

Einen besonders schönen Bericht und ein weiteres exzellentes Foto lieferte die Berliner Woche auf Seite 4.

  bei HYDRA

  im Zentrum für sexuelle Gesundheit

  Wiltrud Schenk begrüßt die Gäste bei der Finissage.


 

Ich sehe was, was du nicht siehst ... und das ist ein Puff.

Photoausstellung 21. März bis 3. April 2007


Die Pressekonferenz findet statt am

Mittwoch, den 21. März 2007, 12.00 Uhr

in den Räumen des BSD, Ahlbecker Straße 15, Berlin-Prenzlauer Berg.


Wir laden alle interessierten Medien zur Ausstellungseröffnung ein und berichten gleichzeitig über die aktuellen Probleme unserer Branche.

Download der Plakat-PDF-Datei.

 

 

Die Photoausstellung entstand analog zum Zusammenschluss mehrerer BordellbetreiberInnen, die sich gegen die Schließung ihrer unsichtbaren, seriösen, bordellartigen Betriebe durch die Bauämter juristisch, politisch und öffentlich wehren.

Die Photos zeigen zunächst Straßenschilder aus unterschiedlichen Berliner Bezirken und einigen anderen deutschen Städten; dann sind die Fronten von normalen Wohnhäusern zusehen, hinter denen sich die erotischen Geschäfte diskret und ruhig abspielen, sowie die Haustüren und Klingelanlagen. Wer sich vorher nicht intensiv erkundigt und recherchiert hat, weiß nicht, wo er läuten soll.

Dagegen gestellt werden Photos von anderen Gewerben, wie Supermärkte, Banken, Gaststätten, Kioske und Anwaltskanzleien, die alle öffentlicher, greller, leuchtender mit eigener Werbung auf sich aufmerksam machen.

Die Ausstellung unterstreicht bildlich die Feststellungen der BordellbetreiberInnen:

„Wir führen unsere Geschäfte diskret und ruhig und seriös und distanzieren uns von Lärm, Gewalt und Zwang – auch im Interesse der bei uns arbeitenden Frauen und aller Kunden. Die sog. „typisierende“ Betrachtung und die pauschalen Vorwürfe der Verwaltungsgerichte „milieubedingte Begleiterscheinungen“ und „Störung der Umgebung“ treffen bei uns nicht zu.“

  
Wissen Sie, hinter welchem Fenster sich ein bordellartiger Betrieb verbirgt?

Jedes andere Gewerbe ist auffälliger!


 

Fachtagung

"Prostitutionskunden - Sich austauschen, um Standpunkte zu verrücken"

Inzwischen liegt die Dokumentation dieser am 5./6. November 2003 in Frankfurt am Main durchgeführten Tagung vor - erstellt von Christiane Howe im Auftrag der Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (gtz), Sektorvorhaben "Bekämpfung des Frauenhandels" - herausgegeben von context - Centrum für Prostitutionsstudien.

Die Dokumentation kann hier im pdf-Format heruntergeladen werden (575 KB).


 

Arbeitsgemeinschaft "Gesunder Kunde"


Die Arbeitsgemeinschaft besteht aus Mitarbeiterinnen des Gesundheitsamtes Berlin, Charlottenburg-Wilmersdorf, der Prostituiertenberatungsstelle HYDRA e. V., des Bundesverbandes Sexuelle Dienstleistungen e. V. und von highLights. In unterschiedlichen Aktionen wenden wir uns seit Mitte 2003 an Männer, sprechen sie an und machen sie auf ein wünschenswertes Verhalten gegenüber Prostituierten aufmerksam. Während der Fußballweltmeisterschaft 2006 nahmen wir in einem größeren Berliner Verbund teil an der bundesweiten freiersein-Kampagne von context-cps e. V.

Knigge für Prostitutionskunden


Der Besuch bei einer Prostituierten wird Ihnen mehr Freude bereiten, wenn Sie folgende Regeln beachten:

  1. Seien Sie höflich und respektvoll.
  2. Sorgen Sie dafür, dass Ihr Körper sauber ist.
  3. Trinken Sie nicht zuviel Alkohol.
  4. Treffen Sie klare Arrangements. Seien Sie sich sicher über das, was Sie wollen und erfragen Sie dafür den Preis.
  5. Verdeutlichen Sie sich, dass jede Prostituierte ihre eigenen Grenzen hat. Zungenküsse oder Küsse auf den Mund sind oft nicht erwünscht.
  6. Benutzen Sie bei Oral- und Vaginal-Verkehr immer ein Kondom, für den Anal-Verkehr ein extra-starkes Kondom.
  7. Seien Sie entspannt. Sex ist die normalste Sache der Welt. Erwarten Sie nicht zu viel und behalten Sie einen kühlen Kopf. Es ist keine Liebesgeschichte und egal, wie schön der Kontakt ist, es bleibt ein professioneller.
  8. Ein Kontakt kann unbefriedigend ein, nur weil man nicht miteinander vertraut ist. Bedenken Sie dies und seien Sie nicht enttäuscht. Besuchen Sie eine andere Adresse - oder vielleicht ein Kino - oder gehen Sie sofort, wenn Sie sich unwohl fühlen.
  9. Bleiben Sie auch in einer Konfliktsituation vernünftig und machen Sie kein Aufheben darum. Verlangen Sie auf keinen Fall Ihr Geld zurück. Wenn Sie allerdings denken, Sie haben einen guten Grund für Ihre Unzufriedenheit und es ist möglich, sprechen Sie mit dem Manager.
  10. Bereiten Sie der Umgebung keine Unannehmlichkeiten. Nachbarn schätzen ihren Schlaf und sind wirklich nicht an Ihren sexuellen Erfahrungen interessiert.

Diese 10 Regeln für einen angenehmen Besuch bei einer Prostituierten wurden erstellt von der Holländischen Freiergruppe: Stichting Man en Prostitutie.

Bei den Aktionen tragen wir z. T. "Ganzkörperkondome" und führen Infomaterial in "Bauchläden" mit. Sie werden an unterschiedlichen Orten durchgeführt, wo Männer anzutreffen sind, z. B.

 




Fotograf: Andreas Labes


 

Übung vor dem Karneval - Action und Dabei-Sein beim Karneval

         

 

 

Fotograf: Olaf Matzat/ MZ Photodesign

 


 

 

 


 

prostitutionmail art installation
von Elke Grundmann und Sigismund Urban im Stuttgarter Kunstverein
www.stuttgarter-kunstverein.de

22. 10. – 20. 11. 2003:  Ausstellung
20. 10. 03: 19.00 Uhr:    Round-Table-Veranstaltung von ver.de „Prostitution – ein ganz normaler Beruf?“

Stuttgarter Zeitung, 24. 11. 2003:
Huren auf der Suche nach neuem Selbstbewusstsein

Prostituierte  wollen  sich  nicht  weiter diskriminieren lassen: „Was wir tun, ist Arbeit, die als solche auch angesehen werden soll“
Künstler,  Prostituierte,  Gewerkschafter  und  das  Gesundheitsamt  haben  sich  an  eine  Tisch  gesetzt,  um  über  das  Thema
„Prostitution – ein Beruf wie jeder andere? Zu diskutieren. Und alle sind sich  einig:  „Wir  fordern  endlich  mehr  Anerkennung.“
Von Katharina Weber
Stephanie Klee ist von Beruf Hure. Und sie ist stolz drauf. Jahrelang hat sie die Dienste am Mann verrichtet:  auf  der  Straße,  in
Wohnungen und Bordellen. Heute ist sie selbst Betreiberin eines Establishments und lernt als „Althure“, wie  sie  sich  bezeichnet,
die jungen Frauen ein, steht ihnen zur Seite, erteilt Ratschläge. „Ich verdiene damit meinen Lebensunterhalt wie jeder andere. Ich
muss wirtschaftlich und zukunftsorientiert denken. Die Dienstleistung, die ich anbiete, ist etwas elementar Wichtiges – wie  Essen,
wie ein Dach über dem Kopf“, sagt sie und fügt hinzu:  „Ich verlange,  dass das akzeptiert  wird. „Sex gegen Geld werde  in  der
Gesellschaft als etwas Schlechtes angesehen – „aber der  Makel  hängt immer nur der Hure an, nie dem Freier“.  Die  Emotionen
schlagen hoch bei der Diskussionsrunde am Donnerstagabend im Stuttgarter Kunstverein zum Thema „Prostitution, ein Beruf wie
jeder andere?“
Die beiden Berliner Künstler Sigismund Urban und Elke Grundmann haben mit ihrem  Mail-Art-Projekt zum Thema  Prostitution
den Rahmen für die Diskussionsrunde geschaffen. 726 Beiträge aus aller  Welt haben sie erhalten. „Eine Resonanz, die weit  über
das  Übliche  hinausgeht“,  sagt  Elke   Grundmann.  Grund  genug  auch  für  die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi, sich an  der
Diskussionsveranstaltung als Mitorganisator zu beteiligen. „Trotz der neuen Prostitutionsgesetze,  die am 1. Januar 2002 in  Kraft
getreten sind, hat sich aus gewerkschaftlicher Sicht die Praxis im Bereich  der  sexuellen  Dienstleistungen  noch  nicht  wesentlich
verändert“, sagt Marcus Borck vom Verdi-Bezirk Südbaden. „Deshalb möchten wir als gesellschaftspolitische Kraft eine Lobby
für die Prostituierten schaffen.“
Mit den  neuen  Prostitutionsgesetzen  ist  zwar die Sittenwidrigkeit aufgehoben und die Rechtslage der Sexarbeiterinnen geregelt
worden, die Akzeptanz des Berufsstandes ist jedoch weiterhin verschwindend gering. „Bis heute  wird  die  Prostitution  nicht  als
Arbeit gewertet, es sit aber Arbeit und sollte in allen Belangen als  solche  angesehen werden“,  sagt  Margarete  Schick-Häberle
vom Stuttgarter Gesundheitsamt, wo es die einzige Beratungsstelle der Landeshauptstadt für Prostituierte gibt.  Trotzdem  nähme
es immer weiter zu, dass die Frauen nicht mal krankenversichert seien, so Schick-Häberle. „Ich erlebe es  immer  häufiger,  dass
50- bis 60-jährige Huren  am  Ende  mit  einer  Rente  von  120 Euro  dastehen.  „Frauen,  die  jahrelang  jene   Dienstleistungen
angeboten haben,, die von einer Statistik von Verdi täglich von 1,2 Millionen Männern deutschlandweit in Anspruch   genommen
wird. „Und dabei kommt es immer nur zur Abwertung der Frau, nie jener des Mannes“, sagt Schick-Häberle.
Abwertung  erfahren  Prostituierte tagtäglich. „Ich habe einen legalen Betrieb, nicht anders als ein Dachdecker oder Frisörsalon“,
erzählt eine Frau aus dem Publikum. „Trotzdem kommt  bei  mir  wöchentlich  die  Polizei  und  kontrolliert – das  ist   gegen  die
Menschenwürde.“  Mit   20  Polizisten  ist  die  Sitte  in  Stuttgart  ausgestattet.  Ihre  Hauptaufgabe  lautet:  Schutz  der   Frauen.
„Wöchentlich finden auf dem Stuttgarter Straßenstrich, wo rund  ein Drittel  der  Prostituierten  arbeitet,  gewalttätige   Übergriffe
statt“, entgegnet eine andere Teilnehmerin aus dem Publikum. „Wenn   die  Polizei  nicht  wäre,  würde  Blut  fließen.“  Doch  die
Anwesenden wollten nicht  der  Zwangs-  und  Beschaffungsprostitution,  die  häufig  auf  der  Straße  stattfindet,  in  einen  Topf
geworfen werden. „Natürlich ist das  kriminell und  gehört bestraft“, sagt   Stephanie   Klee,   „aber   wir   sind   selbstbestimmte,
freiwillige und erwachsene Prostituierte. Und ich bin es leid, immer in die Opferrolle gedrängt zu werden.“  Gleichzeitig  appelliert
sie an ihr Gewerbe: „Und wir müssen endlich aufhören, uns zu verstecken.“
 


 

Große highLights-Party


 


 

Ein rauschendes Fest fand am 25. 05. 2002 statt im Theatersaal der ufa-Fabrik Berlin. highLights veranstaltete die 1. große Party mit 
einem umwerfendem Kulturprogramm – allerdings unter Ausschluss der Öffentlichkeit –, denn es galt, die Prostitution, uns selbst  und 
die neuesten Errungenschaften für unser Gewerbe zu feiern und zwar ungestört und ungestüm.

Nach einem ausgedehnten Sektempfang fesselten uns die Künstler:
 


 

Kurt Krömer, der Punk-Rocker der Berliner Comedie-Szene, als Moderator

Tima die Göttliche und Ischgula Androgyn mit Huren-Liedern und Chansons von der Jahrhundertwende bis heute

Tuan Lee, mit seiner welt-berühmten Hutjonglage

Sabine Friebe, schwebte am Vertikalseil durch die Lüfte

Striptease-Tänzerinnen vom Club Tropicana sorgten für das "Salz" in der Suppe

während Terra Brasilis, Deutschlands erfolgreichste Samba-Band unsere Füße zum Tanzen brachten

One in Two, die Zwillinge Pierre und Pavel mit Handakrobatik, nicht nur unsere Herzen höher schlagen ließen

Vivien Cutina Azahres & Band uns nicht zur Ruhe kommen ließen

Die ufa-bäckerei sorgte für unser leibliches Wohl mit erotischen Leckereien. "Würzige Brüstchen" und "Schoko-Schwänzchen" schmeckten köstlich

"Knutschi" von der Künstlerin Maria Wüllner hatte als Maskottchen des Bundesverbandes Sexuelle Dienstleistung e.V. Premiere

ausgewählte Exponate des Mail-Art-Projektes "Prostitution" der Künstlerin Elke Grundmann wurden erstmals der Fachöffentlichkeit präsentiert


 

Und wir, Huren, Stricher, Club- und Barbesitzer aus ganz Deutschland, Freier und FreundeInnen hatten Freude bis zum anderen Morgen.


 

ich sage DANKE an alle Gäste und Mitwirkenden und besonders:

Günter Zint PANFOTO, Exklusiv-Photograf der highLights-Party,

(alle Rechte liegen bei highLights)
 



 

Neuköllner Str. 257 
12355 Berlin Rudow 

 

Juppy
Multikultur-Impresario

 


P R E S S E M I T T E I L U N G
 

Drei Berliner Bordelle setzen Zeichen

CARAT, Freudenhaus Hase und   highLights,  typische  Wohnungsbordelle in  Berlin-Charlottenburg, Wedding und Lichtenberg haben sich  zusammengeschlossen und erstmals in einer dafür  einschlägig  bekannten  Tageszeitung eine gemeinsame Anzeige geschaltet und darin zum Ausdruck gebracht, dass bei ihnen sexuelle Dienstleistungen nur safe angeboten werden.

Trotz HIV/AIDS und anderen sexuell übertragbaren Erkrankungen und mögliche Schwangerschaften verlangen  die Gäste von Prostituierten – quasi in „russisch-Roulette-Manier“ – verstärkt das  französische Vorspiel und auch Verkehr ohne Kondom.

CARAT,  Freudenhaus  Hase  und  highLights  scheinen  die  einzigen  Berliner   Bordelle  zu  sein,  in  denen  ausschließlich safer Sex angeboten wird.

Dem wollen die drei Bordellinhaberinnen entgegentreten und einen effektiven Beitrag für die öffentliche Gesundheit und  ein  verantwortungsbewusstes   Sexualverhalten   leisten.   Sie   sind  nur   an   verantwortungsbewusste  Gäste interessiert und bieten ihren Kolleginnen entsprechend sichere  Arbeitsplätze.  Lust  und  Kondome  schließen  sich nicht aus – im Gegenteil:

Lust,  Erotik  und  Sex  kann  nur  derjenige  genieße,  der  sich  nach  dem Vergnügen keine Sorgen machen muss.
 
 

 


 

Der Bundesverband Sexuelle Dienstleistungen e. V. wurde am 25. 03. 2002 in Berlin von InhaberInnen bordellartiger Betriebe und selbständiger Prostituierten gegründet - ähnlich den Zusammenschlüssen von Betrieben in anderen Branchen. In diesem Berufsverband geht es um einen starken Zusammenschluss von Unternehmern und Unternehmen in der Prostitution auf Bundesebene, der die fachlichen Anliegen der Betriebe mit sexuellen Dienstleistungen wahrnimmt.

Entsprechend der Satzungsziele setzt sich der Bundesverband Sexuelle Dienstleistungen e. V. ein

- für eine wirtschaftliche Verbesserung der jeweiligen geschäftlichen Aktivitäten,
- für die Beseitigung jeglicher gesetzlicher Behinderungen dieses Gewerbes,
- für die Förderung des Ansehens von Prostitution und der Betriebe mit sexuellen Dienstleistungen  in der Gesellschaft und die Vermittlung eines realistischen Bildes von Prostitution.

Der Bundesverband Sexuelle Dienstleistungen e. V. ist der Berufsverband für Clubs, Bars, Sexkinos, Laufhäuser, SM-Studios, Saunen, Agenturen, Wohnungen mit selbständig arbeitenden Prostituierten sowie Callboys, die sexuelle Dienstleistungen aller Arten anbeiten. Das zum 01. 01. 2002 in Kraft getretene Gesetz zur Regelung der Rechtsverhältnisse von Prostituierten (Prostitutionsgesetz - ProstG) schafft die Grundlage für ein offenes Engagement als InhaberIn eines bordellartigen Betriebes. Wir verstehen uns als integraler Bestandteil des Gewerbesystems in der Bundesrepublik Deutschland und bestehen auf die Gleichstellung mit anderen Gewerbetreibenden.
 
 

 


highLights, Emmentaler Str. 99
13409 Berlin, tel.: 030-4967867


5D-Studio, Brückenstr. 13, 
10179 Berlin, tel.: 030-27560263


Massage City, Kantstr. 117/118
10625 Berlin, tel.: 030-3131425

Club Paradies, Schönower 
Chaussee 53 16321 Bernau


Café PSST, Brandenburgische Str. 73
10713 Berlin, tel.: 030-8738919


Bar-Royal, Pfalzburger Str. 5
10719 Berlin, tel.: 030-88678530

Bei Kim, Neumeister Str. 10
13585 Berlin, tel.: 030-3352931

Paradise, Reeperbahn 170
20359 Hamburg, tel.: 040-3339990

Der Bundesverband Sexuelle Dienstleistungen e. V. entstand aus dem Aktionskomitee Pro Prostitution,  der ein Interessenverband von Frauen und Männern aus der Prostitution und UnterstützerInnen war.

Das Aktionskomitee Pro Prostitution traf sich 1 x monatlich in gehobener, angenehmer Atmosphäre eines Berliner Hotels und führte berufsbezogene Veranstaltungen durch.
06. 06. 2001: "Welche Auswirkungen wird der rot-grüne Gesetzentwurf auf die Praxis in der Prostitution haben?"
                     Vortrag und Diskussion mit Rechtsanwältin Margarete Gräfin von Galen
04. 07. 2001: " Selbständig oder abhängig beschäftigt?"
                     Vortrag und Diskussion mit Herrn Rechtsanwalt Dr. Wolfgang Heine
05. 09. 2001: "Werbung in der Tageszeitung"
                     Vortrag und Diskussion mit Herrn Hölck/BZ
17. 10. 2001: "Amors vergifteter Pfeil"
                     Film und Diskussion mit Frau Prof. Dr. Christina von Braun
14. 11. 2001: "Nach dem neuen Gesetz: Vorsorge oder Versorgung jetzt unnötig?
                     Hinweise, Ratschläge, Diskussion und Lösungen von und mit Dipl.-Betriebswirt Ernst-Peter Hinz,
                     ABV-Wirtschaftsberatung
05. 12. 2001: "Jetzt erst recht: Steuern in der Prostitution"
                     Vortrag und Diskussion mit Herrn Dr. Michael Ernst-Pörksen, C. O. X. Steuerberatung, Berlin
13. 03. 2002: "In einem starken Berufsverband liegt die Zukunft der Prostitution"
                      Vortrag und Diskussion von und mit Herrn Rechtsanwalt Dr. Wolfgang Heine
 
 

Wintergarten

Mitglieder sind:

Paradies

Domianz mit Klasse über 4 Etagen

HYDRA - Treffpunkt

Freudenhaus Hase

5D - Studio

Traumzeit - City Massagen

Cafe Pssst

Firma Fuchs

Erika u.Daggi Rose
Brunnenstrasse 6
Mönchengladbach
Tel. 021 61 / 29 36 21